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Inhalt
Der Sattel ist das A und O beim Reiten. Passt er nicht, kann es zu
massiven Problemen führen.
Bitte bedenken Sie, dass auch nur minimal schlecht sitzende Sättel bereits
zu Problemen führen
können.
Egal ob Sie einen Kieffersattel einen Benz,
Amerigo, Labelle, Stübbensattel oder Euroriding oder eine sonstige Marke
besitzen. Durch muskuläre Veränderung des Pferdes oder dadurch dass sich
die Kissen Ihres Sattels "setzen" kann der vorher passende Sattel zu
einer Tortur für Ihr Pferd werden.
Vergleichbar ist das einem drückenden
Schuh. Damit möchten Sie auch keine 10 Schritte geschweige denn 20 km
laufen. und auch wie beim drückenden Schuh eine Blase entsteht, kann
bei einem nicht passenden Sattel Druckstellen bis hin zu offenen Wunden
entstehen.
| Nach hinten kippender
Sattel. Das Pferd bekommt massiven Druck im Lendenwirbelsäulenbereich
und in die Nierengegend. |
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Hier wurde der nach hinten gekippte Sattel mit einem
hinten höheren Pad wieder in eine ausbalancierte Position gebracht, so
dass der Reiter wieder in der Mitte des Sattels und so im Schwerpunkt
des Pferdes sitzt |
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Der Sattel ist zu weit vorne.
Liegt fast über Widerrist und
blockiert somit die Schulter
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Blick durch die Sattelkammer.
Der Sattel darf nirgends auf der
Wirbelsäule aufliegen. Man muss "durch " den Sattel vom Widerrist
nach hinten "durchschauen" können , d.h. Helligkeit sehen. 1-4
Fingerbreit sollte der Sattel von der Wirbelsäule und dem Widerrist
entfernt sein.
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| Wenn der Sattel aufgelegt ist, und ich vorne oder
hinten leicht drücke, darf der Sattel nicht wippen |
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Ein schief liegender Sattel.
Er drückt quer auf die Wirbelsäule.
Das darf natürlich auf keinen Fall passieren!!!!!
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Sattelprobleme
Hier ein Bild von einem Pferd das
mit Satteldruck aufgescheuert war. An der aufgescheuerten Stelle
wachsen nur noch weiße Haare nach.
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Korrekt liegender Sattel.
Schulter ist frei
Der Sattel liegt im Schwerpunkt.
Der Schwerpunkt des Reiters ist in
der Mitte des Sattes (siehe auch nächstes Bild)
Der Sattel kippt nicht und dreht
nicht.
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| Der Sattel liegt im Schwerpunkt. Der tiefste Punkt
der Sitzfläche liegt in der Mitte! |
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Um einen wirklich passenden Sattel für Ihr
Pferd zu finden, müssen Sie den Sattel zuerst im Stehen auflegen und
prüfen (neg.= negativer Aspekt; pos.= positiver Aspekt)
- Liegt er irgendwo am Widerrist oder
der Wirbelsäule auf? (neg.)
- Liegt der Schwerpunkt richtig?
- Ist der Sattel Kopf- oder Hecklastig?
Kippt er gar nach hinten? (neg.)
- Hat der Sattel in den Auflageflächen
der Kissen "Brücken", das heißt liegt das Kissen irgendwo nicht
"plan" auf? (neg.)
- Ist die Kammer für dieses Pferd weit genug?
- Ist genügend Widerristfreiheit
vorhanden?
- Ist die Sitzfläche groß genug für
mich? Kann ich mich in dem Sattel bewegen?
- Liegt der Sattel "fest", d.h. wenn
ich auf Vorder- bzw. Hinterzwiesel drücke, wippt er? Dann passt er
sicher nicht!
- Ist die Schulterfreiheit gegeben?
- Wenn ich den Sattel am Hinterzwiesel
nach rechts und links schieben will, sollte er mir einen deutlichen
Widerstand entgegensetzen.
- Verschafft der Gurt dem Pferdebein
genügend Bewegungsfreiheit.
- Der Sattel darf nicht so groß sein,
dass er bereits in die Nierengegend des Pferdes reicht.
Der zweite Teil besteht im Reiten des
Sattels:
Das ist WICHTIG! Nur so können Sie erkennen,
ob Ihr Pferd beschwerdefrei mit diesem Sattel laufen kann und Sie in
diesem Sattel auch bequem und in korrekter Haltung sitzen können.
Und reiten Sie gut 20 - 30 min mit dem
Sattel oder den Sätteln von denen Sie glauben, dass Sie ihrem Pferd
passen können. Und reiten Sie Schritt, Tab und Galopp, sowie Wendungen.
Erst nach einer gewissen Zeit des Reitens
stellt sich heraus ob das Pferd mit dem Sattel auch zurecht kommt.
Achten Sie darauf
- ob der Sattel wippt (neg)
- ob er hinten dreht (sich also hin
und herschiebt von hinten betrachten) (neg)
- auf die Schulter vorrutscht (neg)
- auf den Widerrist rutscht (neg)
- es einen durchgehenden Abdruck auf
dem Sattelkissen ergibt (Probereiten deshalb immer ohne
Satteldecke!) (pos.)
- bewegt sich ihr Pferd ungezwungen?
- oder verhält sich ihr Pferd?
- tritt ihr Pferd aus der Schulter
heraus oder "klemmt" die Schulter
- werden die Hinterbeine beim Treten
abgewinkelt und treten sie unter den Schwerpunkt oder werden sie
nur über den Boden gezogen?
- "rollt" die Bewegung des Pferdes
über den ganzen Rücken (ist also deutliche Rückentätigkeit
vorhanden) oder drückt ihr Pferd gar den Rücken nach unten weg?
- lässt ihr Pferd den Hals locker
fallen oder "kröpft" es sich auf?
- biegt sich ihr Pferd locker in den
Wendungen (rechts und links) und hält dabei Tempo, Takt und Schwung?
- Können Sie einen korrekten Sitz in
allen drei Grundgangarten einnehmen?
- Haben Sie genug Bewegungsfreiheit im
Sattel?
- Sitzen Sie im Schwerpunkt oder am
etwa schon am hintersten Ende des Sattels?
- Können Sie mit dem Sattel auch
leichttraben und im leichten Sitz galoppieren?
- und last not least: Ist der Sattel
für Sie bequem?
Erst wenn Sie sich durch alle Punkte
gearbeitet haben und alle positiv ausfielen, sich ihr Pferd ungezwungen,
im Takt und schwungvoll-losgelassen bewegt, haben Sie wahrscheinlich den
richtigen Sattel gefunden.
Bei manchen Pferden stellt sich die genaue
"Passform" auch erst nach 1-4 Tagen heraus. Bedenken Sie das bitte.
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