Seite zu Favoriten hinzufügen
Seite weiterempfehlen

Reitartikel bei eBay.de Suchen
Inhalt Kontakt
A-Z Forum
Gästebuch
English Pages

reiter.spass.com

Spaß an Pferd und Reiten

Wie man mit seinem Pferd am Putzplatz richtig umgeht, von Gaby Schmidtkonz

Hier wird beschrieben wie man sein Pferd putzt, anbindet und wie es sich verhalten soll

Zum Thema Panikknoten

Hier könnte Ihr Banner stehen - Infos dazu

Bei ebay können Sie günstig Reitsportartikel ersteigern oder z.B. nicht mehr benötigte Reitsportartikel wie z.B. Sättel wieder versteigern. Dazu einfach hier klicken!

 

Hauptseite
 

Stichwortverzeichnis
 
 
Forum
 
 
Links
 
 
Kontakt
 
 
Impressum
 
 
Das RS-Team

 
 
English Pages

 
 
Ride & Tie

 

 

Anzeige von google

 

 

Die Pferde auf dem Putzplatz

Nachdem wir jetzt unser Pferd aus der Box, dem Offenstall oder von der Koppel geholt haben und zum Putzplatz geführt haben, binden wir unser Pferd an!

Ganz wichtig ist der so genannte Panikknoten, damit wir im Notfall den Knoten mit einem Handgriff lösen können. Auch die Länge des verbleibenden Strickes ist wichtig! Das Pferd darf nicht in den Strick hineintreten können, oder den Kopf so unter den Strick bringen, dass der Strick über das Genick vom Pferd läuft!

Das Bild rechts zeigt den Panikknoten. Das Pferd ist fest angebunden. Wenn man den Strick aber am unteren Ende anzieht ist er sofort offen.

So wird der Panikknoten gebunden:

Eine Schlaufe bilden

Schlaufe durch Schlaufe durchziehen

Das ganze mehrmals wiederholen

Wenn man hier am Ende des Seils anzieht geht der Knoten sofort auf. Auf der anderen Seite hält er fest.

Auch sollten die Pferde nicht die Möglichkeit haben an evtl. Haken oder Wasserhähnen mit dem Halfter oder dem Strick hängen zu bleiben, denn das löst bei vielen Pferden eine Panik aus! Falls das Pferd doch einmal in den Strick tritt, oder irgendwo hängen bleibt, unbedingt Ruhe bewahren! Ruhig mit dem Pferd reden, damit es still hält und dann den Strick lösen! Auf keinen Fall sich einem tobenden Pferd nähern! Sie könnten getreten, überrannt oder an die Wand katapultiert werden, und damit ist weder Ihnen noch dem Pferd geholfen! Wenn Sie selber vor Aufregung zittern, haben sie schlechte Chancen das Pferd zu ruhig zu bekommen! Auch ein Pferd, das kein Vertrauen hat, wird sich nur sehr schwer beruhigen lassen.

Sie sehen wie wichtig bei jeder Art von Umgang mit Pferden es ist, dass das Pferd Sie respektiert! (Vertrauen ist eine Grundlage von Respekt!)

Achten Sie auch auf genügend Abstand zu anderen Pferden!

Wir haben das Pferd korrekt angebunden und wollten es putzen. Dazu sollte das Pferd nicht unbedingt auf dem Putzplatz herumtanzen, dies erschwert die Arbeit sehr und ist nicht ungefährlich!

Utensilien zum Putzen: Kardätsche (Bürste), Striegel (am besten aus Gummi), Hufkratzer, Schwamm, weiche Gesichtsbürste und eine Wurzelbürste.

Falls das liebe Ross sehr verdreckt ist, empfiehlt es sich erst den groben Dreck mit der Wurzelbürste zu behandeln!

Sonst beginnen wir mit dem Striegel und der Kardätsche. Mit dem Striegel fahren wir mit kreisenden Bewegungen vom Hals langsam bis zum Schweif und klopfen dabei den Dreck immer wieder aus dem Striegel. Den Bauch nicht vergessen. Falls Sie keinen Gummistriegel benutzen, bitte nicht die Beine und andere knochige Stellen mit dem Striegel putzen! Unterhalb den Karpal- oder Vorderfusswurzelgelenkes und Tarsal- oder Sprunggelenkes sollten Sie aber mit keinem Striegel putzen!

Nachdem wir mit dem Striegel auf dieser Seite des Pferdes fertig sind, nehmen wir die Kardätsche und fangen wieder vorne beim Hals an. Nach jedem Strich ist die Kardätsche am Striegel abzustreichen, auch hier ab und zu den Striegel ausklopfen. Wenn diese Seite glänzt, gehen wir zur andern Seite über und gehen da genauso vor.

Dann nehmen wir die weiche Gesichtsbürste und reinigen das Gesicht. Bitte hier immer vorsichtig und zart sein!

Mähne und Schweif werden verlesen. Wenn nur sehr wenig Mähne und/oder Schweif vorhanden ist, lassen sie es ganz in Ruhe und zupfen nur mit der Hand vereinzelte Strohhalme heraus. Bedenken Sie, ein Schweifhaar benötigt ca. 2 Jahre um bis zum Fesselgelenk zu wachsen. Wenn Sie nun jeden Tag nur 5 – 10 Haare herausreißen, werden Sie bald keinen langen Schweif mehr haben!

Die Beine werden mit der Wurzelbürste gereinigt. Beim Putzen der Beine und dem anschließendem Hufeauskratzen muss das Pferd wie eine Statue stehen! Oft sind wir in der Hocke und können nicht so schnell ausweichen wenn sich das Pferd bewegt. Deshalb erziehen wir unser Pferd immer still zu stehen sobald wir an den Beinen hantieren. Bei einer eventuellen Verletzung an den Beinen wird mein Pferd auch dann ruhig stehen, wenn ich mal etwas außergewöhnliches machen muss, wie zum Beispiel Salbe auftragen, oder einen Verband anlegen.

Auf keinen Fall setzen oder knien wir uns auf den Boden! Aus diesen Positionen können wir uns nicht schnell genug aus der Gefahrenzone bringen! Und bitte nicht denken, mein Pferd tut mir nichts! Natürlich will ihr Pferd Ihnen nichts tun, aber es kann immer etwas passieren!

Mit dem Schwamm werden ggf. der After und der Schlauch/das Gesäuge gereinigt. Dies ist nur nötig wenn es verdreckt ist. Bitte am Schlauch oder Gesäuge sehr vorsichtig reinigen. Nicht jedem Pferd gefällt dies!

Nun steht mein Pferd hoffentlich glänzend vor mir.

Übrigens, ein gut erzogenes Pferd steht auch ohne angebunden zu sein ruhig am Putzplatz.

Aus Sicherheitsgründen sollte das Pferd aber immer angebunden sein!

Vor dem Satteln und dem Trensen kontrolliere ich immer beides auf offene Nähte oder schadhafte Stellen! Falls ich so etwas entdecke, tausche ich es sofort aus! Falls das nicht geht, verzichte ich aufs reiten und beschäftige mein Pferd lieber anders, z. B. longieren, laufen lassen, spazieren gehen, Bodentraining etc.

Jetzt kann ich mit dem Satteln beginnen.

Als erstes wird immer der Sattel aufgelegt. Bitte den Sattel immer sanft auf den Pferderücken legen und nicht einfach darauf klatschen! Auch wir wollen nichts in den Rücken geknallt bekommen. Also denken Sie auch an ihr Pferd.

Den Sattel immer etwas zu weit vorne auflegen und dann zurück in die richtige Lage ziehen, damit sich die Haare unter dem Sattel richtig hinlegen können und somit ein Satteldruck verhindert wird! Bitte auch bei der Satteldecke eventuelle Falten verhindern.

Den Sattelgurt vorsichtig soweit anziehen, wie wir ihn ohne Mühe schließen können. Nicht gleich ganz festziehen. Ihr Pferd wird es Ihnen danken.

Falls mein Pferd Schwierigkeiten beim Satteln macht, bitte folgendes Kontrollieren:

  • Passt der Sattel überhaupt noch? Wann wurde der Sattel das letzte Mal von einem Fachmann/frau kontrolliert? (Sollte hin und wieder kontrolliert werden!)
  • Ist die Satteldecke sauber? Manchmal hängt Stroh oder ähnlich kratziges am den Decken!
  • Hat mein Pferd evtl. Satteldruck?
  • Hat mein Pferd evtl. Verletzungen am Rücken oder in der Gurtlage?
  • Ist mein Pferd in der letzten Zeit gestürzt? (Es kann sich dabei nicht sichtbare Verletzungen zugezogen haben.
  • Ist der Sattelgurt in Ordnung? (Nichts kann stechen oder kratzen)
  • Ziehe ich evtl. den Gurt immer zu schnell zu fest an? Bitte ändern!

Dann können wir mit dem Trensen fortfahren.

Bitte immer erst den Zügel über den Hals legen und dann das Halfter lösen! Das Halfter über den Hals streifen, damit das Pferd immer noch angebunden ist.

Nun fasse ich mit der rechten Hand von unten um den Kopf und lege die rechte Hand mit der Trense auf den Nasenrücken um zu verhindern, dass das Pferd den Kopf hoch nimmt und sich dem Trensen entzieht! Dann nehme ich mit der linken Hand das Gebiss und schiebe es in das Pferdemaul. Im Idealfall nimmt das Pferd das Gebiss sofort an. Ansonsten helfen wir mit dem Daumen der linken Hand etwas nach! Nun schließen wir den Kehlriemen, den Nasenriemen und evtl. den Sperrriemen falls vorhanden. In den geschlossenen Kehlriemen soll noch eine aufgestellt Faust passen, in den Nasenriemen 2 Finger.

Falls mein Pferd Schwierigkeiten beim Trensen macht, sollte ich folgendes Kontrollieren:

  • Ist der Stirnriemen zu eng und quetscht den Ohransatz? Sofort austauschen!
  • Ist evtl. das Gebiss ausgeschlagen? (um dies zu kontrollieren fahren Sie mit dem Finger über die Kante wo der Trensenring auf das Gebiss trifft, ist es hier kantig oder gar scharf, sofort das Gebiss wegschmeißen! Keinen Meter mehr mit so einem Gebiss reiten!)
  • Sind die Zähne des Pferdes in Ordnung? Wann wurden zum letzten Mal die Zähne nachgesehen, vielleicht haben sich Haken gebildet und tun dem Pferd weh!
  • Hat es evtl. eine Verletzung im Maul? (eines meiner Pferde hatte sich mal ein Stück Zunge abgebissen!)
  • Hat es vielleicht eine Verletzung im Gesicht oder im Genick? Es kann auch eine kleine Verletzung sein, die man nicht sofort sieht! Kontrollieren Sie alle Stellen wo die Trense aufliegt!
  • In der kalten Jahreszeit ist das Gebiss oft sehr kalt. Sie können es eine Zeitlang in der Hosentasche zum Anwärmen tragen, oder Sie legen das Gebiss einfach in warmes Wasser. Aber achten Sie darauf, dass das Gebiss nicht zu heiß wird!
  • Nun steht mein Pferd gesattelt und getrenst bereit und ich kann mich ans Reiten machen!

    Beim Aufsteigen achten Sie bitte darauf, dass ihr Pferd dabei ruhig stehen bleibt. Sie können beim Aufsteigen ruhig einen kleinen Hocker benutzen. Es ist immer noch besser eine Hilfe zu verwenden anstatt beim Pferd an der Seite zu hängen und Probleme beim Hochkommen zu haben. Lassen Sie die anderen ruhig lachen und lästern!

    Und bitte, fallen Sie ihrem Pferd nicht ins Kreuz, sondern setzten Sie sich sanft hin! Sie haben schließlich eine sehr sensible und empfindliche Kreatur unter sich!

    Viel Spaß beim Reiten!

    E-Mail an Gaby zum Thema

    Zurück zum Thema Pferdeerziehung

     

    Copyright © 2003 / 2015 reiter.spass.com, Forchheim, Deutschland Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Haftung!
    Haftungsausschluss bei reiter.spass.com