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Longieren über Cavalettis

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Spaß an Pferd und Reiten

Longieren und Gymnastizierung des Pferdes ohne Reiter
Eine Einführung in das korrekte Longieren im Schritt, Tab, Galopp und über Cavaletti

Von Beate Schulze

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Einführung - Wofür das Longieren gut ist

Für alle Pferde, seien es Dressur-, Spring- oder Freizeitpferde, empfiehlt es sich sie ein bis zwei Mal pro Woche zu longieren.
Dabei geht es in erster Linie um die Gymnastizierung des Pferdes.
Ähnlich wie bei der Dressur soll der  Rücken aufgewölbt werden. Die Muskulatur soll gedehnt werden und das Pferd wird geschmeidiger werden.
Bei diesem Training fehlt die Belastung durch das Reitergewicht und so muss das Pferd nur sich selbst ausbalancieren.
Um die Wirbelsäule tragfähig zu erhalten, brauchen wir eine funktionierende Rücken und Bauchmuskulatur. Wie beim Menschen auch (fragen Sie mal Ihren Orthopäden oder Krankengymnasten) braucht man eine ausgebildete Bauch und Rückenmuskulatur um die Wirbelsäule des Pferdes in ihrer natürlichen Form zu halten. Wenn nur der Rücken trainiert wird und die Bauchmuskulatur schlaff bleibt, fällt automatisch die Wirbelsäule nach unten durch. Die Rückenmuskulatur ist nicht dazu da sie nach oben zu ziehen.
Daher muss auch auf die Ausbildung der Bauchmuskulatur Wert gelegt werden. Diesen Effekt erziele ich am besten durch Cavalettiarbeit. Wenn man genau hinschaut, wenn ein Pferd über Cavalett tritt, kann man erkennen wie die Bauchmuskulatur in Bewegung ist und arbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Ausrüstung Longierplatz Ablauf Hilfen

Möglichkeiten der Longenarbeit

Longenarbeit im Schritt, Trab und Galopp Longenarbeit über Cavaletti Springgymnastik an der Longe
Doppellonge Langer Zügel Bücher zum Thema Longieren Zurück zur Trainingsseite

Ausrüstung

Zur Ausrüstung des Longierens gehört:

Für das Pferd: Für den Longenführer:
  • Trense oder Kappzaum
  • ggf. Longierbrille
  • Sattel oder Longiergurt
  • Hilfszügel wie Chambon ,Gogue, Halsverlängerer, Wiener Zügel (Ausbinder sind nicht so geeignet da sie ein Vorwärts-, Abwärtsgehen des Halses nur bedingt zulassen)
  • Gamaschen
  • Longe
  • Longierpeitsche
  • Handschuhe
  • festes Schuhwerk
  • die Stimme
Hilfszügel, Longe und Gamaschen sowie Gurt und Trense müssen korrekt angebracht werden wie das folgende Bild demonstriert:

Was zu beachten ist - Longierplatz

Das Longieren selbst sollte auf einer Fläche von mindestens 14m Durchmesser stattfinden. D.h. die Longe sollte dem Pferd erlauben mindestens 7 m vom Longenführer entfernt zu sein.
Warum? Enge Bögen belasten die Gelenke!
Probieren Sie es doch mal aus. Laufen Sie im Joggingtrab auf einem 2-3 m Kreis. Schnell werden Sie merken wie sehr ihre Gelenke durch die hohen Zentrifugalkräfte dabei belastet werden.
Ebenso ergeht es dem Pferd, wenn der Kreisdurchmesser unter 10-12 m sinkt.
Man muss sich dabei auch noch vergegenwärtigen, dass das Pferd ja auch noch in Biegung gehen muss.
Je kleiner der Kreis, um so größer die Biegung. Auch das macht die Muskulatur immer nur einen begrenzten Zeitraum mit, bevor sie überlastet wird.
Also merke: Mindestens 7m Radius für die Longe.

Ablauf der Longenarbeit

Das Pferd soll immer gleichmäßig lang und oft in beiden Richtungen longiert werden, um eine gleichmäßige Gymnastizierung zu erreichen. Die  Longenarbeit sollte nie über 30-35 Minuten ausgedehnt werden.
So erzielt man dann einen Muskel fördernden, aufbauenden und lösenden Effekt.

Auch beim Logieren sollte man das Pferd erst einmal mindestens 10 Minuten im Schritt gehen lassen bevor die richtige Arbeit beginnt um sicherzustellen, dass sich bereits die nötige Gelenkschmiere gebildet hat.

Die ersten 5-10 Minuten in dieser Schrittphase sollte man auf den Hilfszügel verzichten, um dem Pferd erst einmal ein ungezwungenes Dahinschreiten zu erlauben.
Dann verschnallt man den jeweiligen Hilfszügel so, dass der Nasenrücken des Pferdes  - wenn das Genick der höchste Punkt ist - gerade 1-3 cm vor der Senkrechten steht. Der Hals soll sich dabei nach oben aufwölben.

Longierarbeit ist überwiegend Trab und Galopparbeit.
Es geht darum das Pferd im Takt zu einer losgelassenen, im Rücken schwingenden und fleißig aus dem Hinterbein tretenden Bewegung zu veranlassen. Takt bedeutet hier, dass das Pferd sowohl vom Raumgriff gleich große Tritte als auch von der Zeit her gleich lange Tritte macht. Dabei geht es gleichmäßig im Zwei- oder Dreitakt.
Der Hals bewegt sich dabei zuerst vorwärts - abwärts. Dadurch lockert sich die Muskulatur.

Arbeiten an der Longe dient zur Besserung der Losgelassenheit, zum Muskelaufbau und zum Festigen des Taktes. Das Pferd soll gut auf den Longenführer eingestimmt werden und so verbessert sich auch das Vertrauensverhältnis zwischen beiden.

Mit der Doppellonge schließlich kann man an der Versammlung arbeiten. Dieses Thema beschreibe ich aber in einem späteren Kapitel.

Hilfen - Wie bringe ich mein Pferd dazu an der Longe das zu tun, was ich möchte

Das wichtigste Hilfsmittel ist dabei unsere Stimme. Durch die Stimme veranlasst man in Verbindung mit Peitschenhilfen das Pferd im Schritt, Trab und Galopp zu laufen. Sie dient auch dazu das Pferd aufzuforden in eine andere Gangart zu wechseln.
Die Longe bleibt dabei immer in guter Verbindung zum Pferdemaul und darf niemals am Boden aufschleifen.
Die Longierpeitsche zeigt auf die Sprunggelenke.
Der Longenführer steht so, dass er ganz leicht von hinten zum Bauch des Pferdes steht.

Hilfen damit Pferd mehr vorwärts tritt

Durch ein Heben der Peitsche ggf. auch ein von hinten nach vorne auf das Pferd Zuschwenken der Peitsche soll das Pferd mehr zutreten.

Hilfen für schnellere Gangarten

Die Stimme soll über "Terapp oder Galopp Marsch!" das Kommando für die schnellere Gangart geben. Die Longierpeitsche unterstützt dabei die Stimme.

Hilfen für langsamere Gangarten

Durch ein Senken der Longierpeitsche Richtung Boden und ein "Scheeeeritt!" (Gedehnt ausgesprochen) oder "Teeeeerab!" bringt man das Pferd in die nächst niedrigere Gangart.
Es kann auch nötig sein - wie beim Reiten selbst- leichte zupfende Bewegungen  an der Longe auszuführen, um dem Pferd das Ganze verständlich zu machen. Es reicht dabei die Hand wie beim Ausdrücken eines Schwammes zu bewegen.

Die Stimme

Die Stimme ist ein ganz wichtiges Instrument beim Longieren. Wenn ein Kommando zum Vorwärtsgehen dient, sollte es von der Stimmlage her aufmunternd oder anfeuernd klingen.
Soll sie zur Verringerung des Tempos eingesetzt werden, sollte man einen tiefen, ruhigen und zum Ende hin absinkenden Ton wählen.

Möglichkeiten der Longenarbeit

Es gibt folgende Möglichkeiten:

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